Neu bei Limmat: Julia Weber, Weil ich Ruth bin

Erscheint am 19. Februar 2026: Ein grosser Roman über Körper, Liebe und Selbstermächtigung

Ruth wächst mit einem Fell auf, das sie in der Adoleszenz verliert. Erwachsen, empfängt sie in ihrer Einzimmerwohnung Menschen, die sie vorübergehend in Tiere verwandelt. Sie verliebt sich in Linda, die von ihrem Ehemann misshandelt wird und schliesslich mit Kind zu ihr zieht. Auch die von einem Professor missbrauchte Studentin Lu zieht bei ihr ein. Ruth reagiert zunehmend mit Gegengewalt, die Lage spitzt sich zu, bis die Polizei kommt.

Alle verfallen ihr. Sie geht selbstbewusst durch die Straßen in ihrem Glanz, zieht magisch die Aufmerksamkeit auf sich. Ruth.
Ruth ist ein ganz besonderer Mensch. Sie kommt mit einem Fell zur Welt wie schon ihre Mutter und ihre Großmutter, am Ende der Kindheit verliert sie es. Und Ruth hat "die Kraft". Sie kann Gewitter aufziehen lassen, Bäche zum Versiegen bringen, Dinge bewegen.
Aber vor allem kann sie Menschen in Tiere verwandeln, vorübergehend. Und die Menschen strömen zu ihr, wollen Qualle sein auf Zeit, Languste, Hund, Vogel, Echse und dabei die Rechnungen vergessen, die Sitzungen im Büro, den Haushalt, das ganze moderne Leben.
Ruth teilt ihre Kraft mit jedem einzelnen Menschen, sie sehen bei ihr das Glück, sehen, was sein könnte und nicht ist, was sie vergessen haben und jetzt vermissen. Und sie hilft mit ihrer Kraft auch denen, die Gewalt erleben. Aber dann kommt Linda, die große, schöne Linda. Die verheiratete Linda. Was soll jetzt werden?

Weil ich Ruth bin ist ein verblüffender Roman voller Magie in einer einzigartig sinnlichen Sprache.

Julia Weber wird 1983 in Moshi (Tansania) geboren und zieht 1985 mit ihrer Familie nach Zürich. Nach einer Lehre als Fotofachangestellte mit gestalterischer Berufsmaturität studiert sie literarisches Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel, gründet den Literaturdienst und ist Mitbegründerin der Kunstaktionsgruppe Literatur für das, was passiert zur Unterstützung von Menschen auf der Flucht sowie des feministischen Autorinnenkollektivs RAUF. Julia Weber wurde bereits vielfach ausgezeichnet (u. a. Alfred-Döblin-Medaille, Franz-Tumler-Literaturpreis, Droste-Förderpreis, Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis, Alemannischer Literaturpreis), sie lebt mit ihrer Familie in Zürich. Im Limmat Verlag erschienen bereits ihre Romane Immer ist alles schön (2017) und Die Vermengung (2022).

"Eine der stärksten Stimmen der jungen Literatur." (Lennart Laberenz, Der Freitag)

"Wir bestaunen Julia Weber als Meisterin des sinnlichen Schreibens." (Julian Schütt, CH Media)